Die Übernahme unseres Mietwagen klappt problemlos und schon um 10:30 sind wir "on the road". Wir wollen ein paar Highlights des Golden Circles erkunden und fangen im Nationalpark an. Ungewohnt ist schon unterwegs der Anblick von Bäumen... 2 Wochen haben wir keinen gesehen. Und soviel Autos und Menschen sind auch. Erst sehr irritierend🤭
Steinmännchen bauen sollten wir in Grönland auch nicht.... Die Tundra ist hier bunter als in Grönland.
Der Thingveilir National Park (isländisch Þingvellir geschrieben) 50km östlich der isländischen Hauptstadt Reykjavik ist unser erstes Ziel. Hier trifft die amerikanische auf die europäische Kontinentalplatte und hier fand im Jahre 930 n. Chr. erstmals das sogenannte AlÞing (auch Althing gesprochen) statt, eine von dem Zeitpunkt an jährlich stattfindende Versammlung von Stammesfürsten und freien Bauern um das rechtliche Zusammenleben auf der Insel zu ordnen.
Diese Volksversammlungen fanden um die Zeit der Sommersonnwende statt und boten auch Gelegenheit, Handel zu treiben und Neuigkeiten auszutauschen. Neben den Goden und deren Beratern dürften sich bis zu 5000 weitere Menschen im Þingvellir aufgehalten haben. Die Menschen lebten während der Versammlungen in Zelten, wichtige Goden errichteten Thingbuden, deren grasüberwachsene Mauerreste noch neben dem Weg, der durch die Schlucht führt, erkennbar sind. Wenn man von oben hinunterblicken, kann man sich gut vorstellen, wie die Menschen unten auf den Wiesen lebten. 

Die Stammesfürsten hatten ihren Sitz auf der Anhöhe des Berges, während die getreuen Bauern und Gefolgsleute ihnen von unterhalb der Bergplattform beipflichten. Lögberg ist einer der alten Versammlungsorte im Park. Hier verlas der Gesetzessprecher während der jährlichen Versammlung des Parlaments von Alþingi das Gesetz des Landes. Die Gesetze wurden dort verkündet und beschlossen, und jeder der Anwesenden konnte seine Argumente vorbringen. Ebenso wurde hier Recht gesprochen und Missetäter zum Tode verurteilt oder des Landes verwiesen. Der genaue Standort des Lögbergs ist aufgrund der sich verändernden Geografie des Gebiets unbekannt, aber es wurden zwei mögliche Standorte identifiziert, von denen einer mit einem Fahnenmast markiert ist.
Die Isländer hielten ihre Versammlungen an einem geologisch sehr eindrucksvollen Ort ab, denn die "Allmännerschlucht / Almannagjá-Schlucht" ist im weiteren Sinne die Grenze zwischen Europa und Amerika. Hier ist der Ort, an dem die eurasische und die nordamerikanische tektonische Platte langsam auseinanderziehen. Die Magma im Inneren der Erde drückt die Kontinente immer weiter auseinander und Island wächst so jedes Jahr um 2 cm.
Das Wasserbecken Drekkingarhylur
ist einer der Orte in Þingvellir mit der dunkelsten Geschichte. Der Name des Beckens bedeutet wörtlich übersetzt „Ertränkungsbecken“, und genau das war es auch. Hier wurden Frauen ertränkt, weil sie entweder ein uneheliches Kind bekommen oder das Verbrechen des Inzests begangen hatten. Aufzeichnungen zeigen, dass 18 Frauen in diesem Becken ertränkt wurden, wobei die letzte 1739 hingerichtet wurde.
Die Kirche von Þingvallkirkja.
Eine Thingvellir-Kirche im Nationalpark wurde 1859 erbaut, aber der isländischen Sage nach befand sich dort bereits seit 1017 eine Kirche.
Neben der Kirche steht diese Residenz des Isländischen Premiers. So ähnliche Häuschen in Miniatur habe ich unterwegs oft gesehen, vielleicht als Unterkünfte für die Hauselfen? Die Füße werden langsam müde, wenn auch das Laufen in normalen Wanderschuhe ein Genuss ist gegen die vergangenen Wanderungen mit den schweren, großen Muckboots. 🙈. Wir lassen die Silfraspalte und den Öxarafoss weg und machen uns auf den Rückweg zum Auto.
Neben der Kirche steht diese Residenz des Isländischen Premiers. So ähnliche Häuschen in Miniatur habe ich unterwegs oft gesehen, vielleicht als Unterkünfte für die Hauselfen? Die Füße werden langsam müde, wenn auch das Laufen in normalen Wanderschuhe ein Genuss ist gegen die vergangenen Wanderungen mit den schweren, großen Muckboots. 🙈. Wir lassen die Silfraspalte und den Öxarafoss weg und machen uns auf den Rückweg zum Auto.
Unser nächstes Ziel ist die Laugavatan Fontana, in der wir die nächsten 2 Stunden im warmen Wasser entspannen. Der Preis ist... Wie alles in Island... ziemlich hoch. Danach fühlen wir uns entspannt aber auch müde. Ein Kaffee wär jetzt schön. Auf gehts wir in Richtung unseres heutigen Hotels, dem Litli Geysir benannt nach einem kleinen Geysir. Unterwegs begeistert uns die Landschaft.

Am Hotel angekommen finde ich gleich einen neuen Freund.
Und wir haben Glück und bekommen ein Zimmer mit direktem Blick auf die Geysire.
Hier blubbert, kocht und dampft es überall.
Da rauf gehen wir nicht, wir haben ja heute noch mehr vor.
Der Große Geysir: Der Namensgeber aller Geysire bricht schon lange nicht mehr aus, aber wer weiß!
Ich würde mir ja gerne im Souvenirshop einen sehr hübschen Pullover kaufen, aber 250 Euro sind mir ein bißchen zuviel.....und der ist nicht aus Moschusochsenwolle....
Weiter geht es zum Gullfoss Wasserfall /Goldener Fall Zitat: "Der Wasserfall hat einen Fall von 32 Metern über zwei Stufen hinweg und fließt durch den bei Zeiten 70 Meter hohen, zerklüfteten Canyon. Etwa einen Kilometer vom Gullfoss entfernt fließt der Fluss stark nach rechts durch einen weiten, dramatischen Canyon, bevor das Wasser dann stark in eine sch"male Schlucht gepresst wird. Gullfoss fällt in zwei Stufen, die erste ist etwa 11 Meter hoch und die zweite ist 21 Meter hoch."
Toll!!!
Ihr verdanken wir, dass wir den Gullfoss in dieser Form noch bewundern können:
Sigridur Tomasdottir. Die sehr interessante Geschichte einer Aktivistin und Umweltschützerin in einer Zeit, als es diese Begriffe noch gar nicht gab, findet Ihr unter dem Link.
Unser nächstes Ziel ist der Kerid Krater. Aber auf dem weg dorthin kommen wir doch zufällig an der Tomatenfarm Friedheimar vorbei und müssen unbedingt die Tomatensuppe probieren. So ein originelles Restaurant hab ich noch nicht gesehn.
Und die Tomatensuppe ist sehr lecker
Und die Tomatensuppe ist sehr lecker
Der Kerid Krater ist noch ein Höhepunkt auf unserer Rundreise.
Nach 2 Stunden müssen wir uns aber auf den Weg nach Kevlavik machen, wo wir die letzte Nacht vor dem Abflug verbringen wollen. Der Weg ist noch weit. Von den drei angebotenen Strecken auf Goggle Maps entscheiden wir uns für die Südliche über Sellfoss und dann am Meer entlang. Wie gut! Auf die Art erleben wir noch ganz viele Eindrücke von der Lavalandschaft Islands. Wir wissen es nicht, während wir hier lang fahren, aber ich lese es später nach....Wir fahren tatsächlich am Sundhnukagigar vorbei, das ist eine Vulkanreihe in der Nähe Grundavik. Und dort wo die Landschaft mit schwarzer Lava überzogen und neue Straßen angelegt sind, ist die Ausbruchstelle aus dem Juli 25. Puhh was für ein Land.
Wir finden unser Hotel in Kevlavik, ein tolles Hotel....muss es ja auch sein für den Preis, aber genießen kann ich es nicht. Im Eingang des Hotels habe ich einen kleinen Unfall aber mein Schutzengel hat mich vor dem Verlust eines Auges bewahrt und wir können dennoch Morgen früh nach Hause fliegen.
Damit ist unsere ganz besondere Reise zu Ende.




























