Wir schaukeln wieder, nicht so schlimm wie am Anfang unserer Seereise, aber die Fram kommt uns schon sehr empfindlich vor. Da merkt man auch schon Wellen von 1,5 m. Das Abendessen schmeckt uns noch, in der Lounge setzen wir uns in die hintersten Ecke, die liegt noch etwas mittig, aber die Schaukelei wird immer ungemütlicher. Das Schiffchen hat so einen komischen Rhythmus, schaukelt stark.... Dann fährt es eine Weile ruhig; in der Zeit kann man es bis zur Toilette schaffen... Dann geht es wieder los. Irgendwann wird es zuviel, also Tablette einwerfen und ab ins Bett. Komischerweise hört die Schaukelei kurz danach auf und wir fahren track durch die Wellen, die, beim Blick aus dem Fenster, nicht anders aussehen als vorher. Ich hab echt den Verdacht, dass der Captain jetzt erst die Stabilatoren eingesetzt hat.
Während ich das schreibe, sitzen wir - vielleicht schon zum letzten Mal - in der Skylounge. Die Küste Islands ist schon seit heute morgen zu sehen, aber wir haben die deutliche Ansage bekommen, dass die See ab 15 Uhr unruhiger werden wird und wir uns darauf vorbereiten sollen. Das haben wie, die Koffer sind gepackt. Ich finde gut, dass wir hier klare Aussagen rechtzeitig bekommen. Ich hoffe aber, dass wir das Abendessen noch genießen können, wäre sonst so schade drum.
Zuständig auch für die vielen Vorträge an Bord... Wenn ich an allen teilnehmen würde, könnte ich hinterher wirklich behaupten, eine Bildungsreise absolviert zu haben. Es gibt aber auch Schnitzelfotojagden, Postkarten Gestalten, Tonfiguren etc. Was es eben nicht gibt sind Shows und Musik, außer dem einen Abend vorgestern.
Das ist mein "Not Platz", zwei Etagen unter uns auf der 4 und mittig.... Da läßt es sich aushalten. Jetzt will ich noch ein wenig über das Schiff berichten: Wir sind 157 Passagiere und 95 Crew.
Wie schon erwähnt, sind die Ansagen und die ganze Organisation der Ausflüge toll. Dafür ist das 16 köpfige Expeditionsteam, das aus Wissenschaftlern, Professoren, in Extremsport ausgebildeten Leuten und zwei Simultanübersetzerinnen besteht.
Zuständig auch für die vielen Vorträge an Bord... Wenn ich an allen teilnehmen würde, könnte ich hinterher wirklich behaupten, eine Bildungsreise absolviert zu haben. Es gibt aber auch Schnitzelfotojagden, Postkarten Gestalten, Tonfiguren etc. Was es eben nicht gibt sind Shows und Musik, außer dem einen Abend vorgestern.
Der Service ist wunderbar, wie ja fast auf allen Schiffen. Unsere beiden Kellner Dexter und Waldo reißen sich fast die Beine aus, um unseren Tisch für uns freizuhalten. An Bord ist freie Tischwahl, für Abends haben wir ja reserviert, aber das Frühstück ist der Knackpunkt. Einmal hatten sich andere an unseren Tisch gesetzt und die Jungs haben daraufhin den Nebentisch für uns freigehalten, indem sie ein paar Getränke hingestellt haben und die Servietten auf die Stuhllehne drapiert. Das alles auch noch nachdem sie ihr Trinkgeld schon bekommen hatten.
Das Trinkgeld ist bei HX im Preis inbegriffen, ebenso die Getränke und das W-lan, das zu meiner Überraschung tatsächlich die ganze Reise funktioniert hat.
Negativ sind einfach diese winzigen Kabinen
Da muss man sich wirklich gut einteilen beim Anziehen, vor allem wenn es um diese vielen Klamotten für die Ausflüge geht. Die öffentlichen Bereiche finde ich sehr anheimelnd oder auch anders ausgedrückt unaufdringlich gemütlich. Die Bistroecke, hier gibt es immer Kaffee Tee und Cookies.
Die Tisch Abtrennungen, wahrscheinlich während Corona entstanden..... Wunderschön.
Die Lampen finde ich auch sehr besonders.
Die Waschecke vorm Restaurant
Hier geht es zum Empfang und rechts der große "Bastel" Tisch.
Das ist auch so eine "Not" Ecke, noch einigermaßen mittig. Der Schaukeunterschied vom Restaurant auf 4 zur Skylounge auf 7 ist schon ordentlich.
In der Skylounge sind den ganzen Tag Barkeeper, Service gibt es aber nur am Abend, sonst holt man sich die Getränke. Und die putzige Regelung "kein Alkohol vor 13 Uhr" hab ich ja schon mal erwähnt. Wein und Sekt hat keinen. 🥂😂
Die Raucherecke....
Das Essen finden wir dem hohen Preis angemessen und sehr gut. Morgens und Mittags gibt es Büffet,
Abends ein serviertes Menü. Auf dem Buffet finden sich täglich wechselnd 3 Hauptgänge Fleisch, Fisch und Vegetarisch. Dazu natürlich Vorspeisen, Suppe, Salate, Dessert, Obst und Käse. Ich finde die "kleine" Auswahl gut, da kann ich alles probieren.
Also aus dem Abendessen wurde bei mir nicht mehr viel. Den Nachmittag und den Sekt vom Captain habe ich gut überstanden, aber das Abendessen an unserem Tisch ganz hinten ging nicht mehr.
Ich saß zwar so, dass ich nicht nach draußen gucken musste, aber wenn man 5 lustige Reisegefährten am Tisch hat, die jede Welle ankündigen mit "Boah, die ist groß" oder ähnlich.😱... Ich bin irgendwann geflüchtet. Die müssen ein anderes Doping gehabt haben😂, das muss ich mir auch besorgen für die nächste Reise.
Schade war nur, dass bei diesen Wellen an ein gemütliches letztes Beisammensein nicht mehr zu denken war.
Irgendwann wurde das Meer ruhig und wir sind gut in Reykjavík gelandet. Ein letztes ausgiebiges Frühstück genießen wir allein an unserem Tisch, die anderen sind schon mit dem ersten Bus weg. Bemerkenswerr:es gibt bis 8:30 Frühstück, um 8:15 ist alles aufgefüllt wie am ersten Tag. Den Kellnern sieht man am Strahlen an, ob sie nach Hause gehen, oder mit über den großen Teich fahren. Die Fram fährt morgen ohne Passagiere in die Antarktis. Gleich übernehmen wir unseren Mietwagen und wollen uns noch ein bisschen den Golden Circle anschauen.
Abschließend bleibt zu sagen. Der Preis (die Schaukelei) , Grönland zu sehen, war hoch aber es hat sich absolut gelohnt. Unser großer Wunsch hat sich erfüllt und die Landschaft war absolut überwältigend.
Hurtigruten bzw. HX jederzeit gerne wieder, ist absolut zu empfehlen. Allerdings lieber eine Expeditions Tour, auf der man auch mal einfach in normalen Schuhen und ohne Rettungsweste an Land gehen kann. Darauf haben wir und viele andere sich nach 14 Tagen jetzt doch sehr gefreut!
















































