Das nächste Dorf befindet sich nicht einmal auf Grönland, sondern auf dem fast 500 km entfernten Island. Wenn man den grönländischen „Nachbarort“ besuchen möchte, muss man zu dem fast 800 km südlich gelegenen Sermiligaaq reisen, der einzigen anderen Ansiedlung an der gesamten Ostküste.
Gegründet wurde Ittoqqortoormiit 1925, hat einen Supermarkt, ein Gasthaus und ein Tourismusbüro.
Ittoqqortoormiit markiert den Eingang zum Scoresbysund, dem größten Fjordsystem der Welt. Hier gibt es 9 Monate im Jahr Schnee. Umgeben von dieser wunderschönen Landschaft führen die rund 400 Einwohner der Siedlung ein abgeschiedenes und entbehrungsreiches Leben.
Fließendes Wasser gibt es nur im Sommer, wenn die Leitungen noch nicht zugefroren sind, und die benötigten Waren werden mit einem Versorgungsschiff hierhergebracht, das den weiten Weg zu diesem entlegenen Ort nur einmal im Jahr auf sich nimmt.
Eine kleine Wetterstation gibt es in Scoresbysound auch. Täglich wird hier ein Wetterballon in die Luft gelassen.
Es gibt auch einen Kunstgewerbeverkauf, hier gibt es lauter Dinge, die wir nicht einführen dürfen.
Eisbärkrallen
Eisbärkrallen
Eisbärzähne
Natürlich gibt es auch viele Schlittenhunde, aber wir sind ja instruiert worden, dass wir nicht mit den Welpen kuscheln dürfen....
So niedlich sie auch sind, das sind Arbeitstiere und so manches deutsche Tierschützerherz bricht fast beim Anblick der Hunde, die zur Zeit ja keine Arbeit haben.
Ad absurdum geführt wird hier die Idee unseres Expeditionsteams vor zwei Tagen, dass die Hiker Tüten Mitnehmen um evtl. Plastikmüll am Strand einzusammeln.
Zwei frisch erlegte Robben werden im Hafen im Meerwasser gekühlt, die hab ich mir nicht angeguckt. Aber die Steine fand ich sehr schön.
Wir waren auch vorgewarnt worden, auf den Verkehr zu achten und am Rand der Wege und Straßen zu gehen. Und richtig, die gesamte Bevölkerung scheint auf den Beinen bzw. auf den Rädern zu sein und durch das Örtchen zu Rasen. 🤔Vielleicht machen die das extra für uns Touris? 🤭 Am Jägerhaus gibt es Life Musik, extra für uns.
Hier könnte man wohnen, wenn man es irgendwie schafft hierhin zu kommen. Die Reise von Ittoqqortoormiit nach Nuuk z. B. dauert 3 Tage mit Helicopter und Flugzeugen über Reykjavík.
Hier könnte man wohnen, wenn man es irgendwie schafft hierhin zu kommen. Die Reise von Ittoqqortoormiit nach Nuuk z. B. dauert 3 Tage mit Helicopter und Flugzeugen über Reykjavík.
Die Entstehungsgeschichte von Ittoqqortoormiit/die Stadt der großen Häuser finde ich sehr interessant, daher füge ich sie hier komplett aus Wikipedia ein. Als Gründer der Stadt gilt Ejnar Mikkelsen, ein dänischer Polarforscher und Autor, geboren 1880.
"1924 gründete Mikkelsen am Scoresbysund in Ostgrönland den gleichnamigen Ort, der heute offiziell Ittoqqortoormiit heißt. Bereits 1911 hatte Harald Olrik (1883–1958), ein Beamter der dänischen Verwaltung in Westgrönland, einen Plan ausgearbeitet, im Osten Grönlands eine weitere Siedlung zu schaffen, da die Jagdreviere im Westen zur Ernährung der wachsenden Bevölkerung kaum noch ausreichten.[40] Das Vorhaben war nicht umgesetzt worden. Als Dänemark am Anfang der 1920er Jahre auf eine völkerrechtliche Bestätigung seiner Ansprüche auf Grönland drängte, stellte sich ihm Norwegen mit der Auffassung entgegen, dieser Anspruch sei nur für die kolonisierten Gebiete im Westen und Südosten gerechtfertigt, die gesamte unbesiedelte Ostküste nördlich von Ammassalik sei dagegen ein Terra Nullius. Um die dänischen Argumente zu stärken, schlug Mikkelsen 1922 als Kolumnist der Zeitung Nationaltidende vor, Olriks Plan endlich umzusetzen. Wegen der zu erwartenden Kosten einer so abgelegenen Siedlung zögerte die dänische Regierung lange, gab aber 1924 grünes Licht.
Am 10. Juli 1924 verließ das Dampfschiff Grønland mit Material zum Bau von Fertighäusern Kopenhagen. Nach einem Zwischenstopp in Island, wo einige Ponys an Bord genommen wurden, erreichte das Schiff den Scoresbysund schon 14 Tage später. Hier geriet es zwischen Küsten- und Treibeis, wobei sein Ruder zerstört wurde. Es gelang, die Grønland in einer geschützten Bucht westlich von Kap Tobin in Sicherheit zu bringen. In der Nähe dieser Bucht fanden sich zahlreiche Reste früherer Besiedlung und ein exzellenter Hafen, dem Mikkelsen den Namen Amdrup Havn gab. Ein durch Berge gegen Winde geschütztes Plateau öffnete sich nach Süden. Das Gebiet stellte sich als reich an Robben, Walen und Seevögeln heraus. Mikkelsen beschloss, die Hauptsiedlung am Amdrup Havn zu errichten. Weitere Häuser wurden am Kap Stewart, am Kap Hope und am Kap Tobin gebaut.[41] Die schwer beschädigte Grønland legte im September wieder ab und gelangte glücklich nach Dänemark, während sieben Männer zurückblieben, um die Arbeiten über den Winter fortzusetzen. Im September 1925 kamen die ersten 70 Grönländer aus Ammassalik und Westgrönland, geleitet von Johan Petersen. Der Ort prosperierte in den kommenden Jahren. Als Gast des französischen Polarforschers Jean-Baptiste Charcot an Bord der Pourquoi Pas? besuchte Mikkelsen die Siedlung erneut im Jahr 1926.[42]"
Ich möchte die Statue von Mikkelsen sehen und mache mich auf den Weg.
Der letzte Eisberg
Vor DIESER Treppe gebe ich auf.
Dieses Foto ist geklaut🙈
Meins sieht so aus....
Boah, ich entdecke einen Vogel und zücken meine Kamera. Neben mir steht ein Expeditions - Teammitglied und flüstert mir ehrfurchtsvoll zu "A Sandpiper".... 🤭
Also mach ich ein Foto mehr, hab ich auch mal was Besonderes😂
Ich denke, dieses Leben in dieser verlassenen Gegend können wir uns einfach nicht vorstellen, es ist zu fremd. Und nein... Leben möchten wir hier nicht.
Ein letzter Blick von Land auf die Fram
... Und die letzte Zodiakfahrt
Der letzte Eisberg
... Und ein letztes Gemälde😉



















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