Zum Schlafen kommen wir immer weniger. Vor dem sauber geputzten Fenster taucht des Nachts die Aurora auf und am frühen Morgen die Morgenröte.
Heute müssen wir früh raus, unsere Anlandung soll schon um 8:30 starten.
Die Blomsterbay auf Dänisch auch Blomster Bugt oder Blumenbucht genannt, zeigt ihr schönstes Gesicht bei herrlichem Wetter.
Dieses tief in der Arktis gelegene Reiseziel ist für seine Population an Schneehasen sowie für die Eistaucher (und ihre Jungen) bekannt. Und richtig, die erste Ansage des Tages lautet, dass an Land vom Bug auf 1 Uhr weiße Punkte zu sehen sind.... 🐰 🐰. 😂Den Versuch, diese zu sehen oder gar zu fotografieren, lassen wir mal bleiben. 🤣
Außer der Fülle der sichtbaren geologischen Formationen soll es hier dem Namen gemäß viele verschiedene bunte Pflanzen geben.
Es muss ja auch mal was schiefgehen, ausgerechnet heute gibt es ein Problem mit dem Tender pit
Erst mit viel Mühen lässt sie sich öffnen und die Anlandung kann erst 2 Stunden später starten. Da hätten wir noch schön schlafen können 🙈. Das Expeditions Team klettert in abenteuerliche Weise über die Lotsenleiter auf ein Boot um an Land schon alles vorzubereiten. Das ist schon alles eine tolle Organisation hier. Das spannende an der ganzen Reise ist ja auch, dass wir nie wissen, was morgen passiert. Es gab mal einen vorgesehenen Anlaufplan, der aber durch den anfänglichen Sturm und die anderen drei Schiffe im Gebiet sofort Null und Nichtig wurde. Nach den Tagen im Scoresbysound sind wir seit gestern wieder im ursprünglichen Plan, aber der kann wegen Wetter oder anderer Gegebenheiten sich jederzeit wieder ändern.
Die Blomsterbugt mit ihren bunten Bergen rundum erinnert mich ein wenig an Santorini und gefällt mir unheimlich gut.
Die leuchtenden Farben des Bewuchses von Moos und Blumen erleben wir jetzt im Herbst nicht , aber bunt ist es schon.
Es gibt auch noch eine Jägerhütte aus dem frühen 20. Jahrhundert
Udo ist heute weit gewandert, bis er den Blick auf den Inlandssee hatte, mir war das zu weit hoch.
Ella Ør/Insel liegt im inneren Teil des Kong Oscar Fjords und ist vom Festland durch eine schmale Meerenge getrennt.
Der schwedische Polarforscher Alfred Gabriel Nathorst entdeckte sie 1899 und benannte sie nach seiner Frau. 1931 richtete eine dänische Expedition hier eine Forschungsstation ein, die bis in die 1950er Jahre die wichtigste Station für wissenschaftliche Arbeiten in Ostgrönland blieb. Die Station wurde ab 1950 von der Sirius-Patrouille genutzt und seit 2003 auch von Nanok, einer Organisation, die sich um die Erhaltung der Jagdhütten in Ostgrönland kümmert.
Charles Lindbergh landete bei seinem Flug über Grönland 1933 hier.
Ella Ør ist auch der Ort, wo der einzige, bekannte Meteorit Ostgrönlands gefunden wurde. Er bestand aus 10 Fragmenten mit einer von 7,5 kg.
Das alles ist sehr interessant, die Anlandung sparen wir und dennoch. Die Aussicht vom Schiff ist soo schön und ab und zu brauchen wir auch mal einen ruhigen Moment. Dafür sind wir ja in dieses Land gereist.
Es wurden auf Ella auch Spuren einer früheren Besiedelung gefunden, heute lebt hier niemand mehr, außer der Sirius Patrouille.










Wunderschöne Fotos, aber deine Erklärungen zu den jeweiligen Ausflügen sind einfach überragend. Weiterhin viel Freude 🥰
AntwortenLöschenDa kann ich Gabriele nur beipflichten. Christine, du wärst sicherlich auch eine gute Reiseleiterin geworden. Ihr habt aber auch ein sagenhaftes Glück mit dem Wetter. Weiterhin eine schöne Reise und einen ruhigen Wellengang.
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